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     MHD hat endlich genügend Platz Drucken E-Mail
Von Katrin Figge (Westfalenpost 8.1.07)

Enge Räume, Nachwuchsprobleme und kaum Platz für Material? Das ist jetzt Vergangenheit: Der Malteser Hilfsdienst in Menden ist umgezogen - und ein Stück erwachsener geworden. Am Samstag durfte eine Gruppe Fahrschüler die neuen Räume am Hofeskamp mit einem Erste-Hilfe-Kursus in Betrieb nehmen.


Die Wand hinter Christina Mende ist knallrot gestrichen – so knallrot wie das Malteser-Emblem auf ihrem Poloshirt. Die Ausbilderin der Hilfsorganisation blickt in die Gesichter von 22

 Fahrschülern, die im weiten Rund um sie herum sitzen. In den alten Räumen hinterm Kino war das nicht möglich: Aus 80 Quadratmetern sind auf einen Sprung 500 geworden.

 (Foto: Vera Straubl / Mendener Zeitung)


Für die Ehrenamtlichen vom Malteser Hilfsdienst eine Sensation: „In der Twiete hatten wir kaum Platz zum Unterrichten und Lagern“, erinnert sich Geschäftsleiterin Anne Ronzon. „Da standen Kisten unter dem Tisch, in vollgestopften Schränken und sogar oben drauf.“ Die Zeiten der Platznot sind seit Samstag vorbei.

Am Hofeskamp – mit Arche und Tierhilfe als Nachbarn so etwas wie das soziale Viertel der Stadt – können sich die Malteser richtig austoben. Nach viel harter Arbeit allerdings: „Als wir die Räume das erste Mal gesehen haben, dachten wir: Machen wir das wirklich?!“, erinnert sich Ausbilder Jens Normann. Gemeinsam haben sie es dann doch geschafft: Aus der Teeküche ist eine richtige Küche geworden, aus nur einer Toilette fast zehn, aus einem schlauchartigen Ausbildungsraum ein weites Rund.

          


„Vorher konnten wir die Leute in den letzten Reihen kaum sehen“, blickt Normann zurück. „Jetzt können wir jeden angucken und sind näher dran.“

Sogar eine Behindertentoilette soll es bald geben. Aber daran wird noch gebastelt, wie an so vielen anderen Details. „Wir haben auch einen ebenerdigen Zugang“, sagt Normann stolz. In der Twiete mussten die Helfer schwer schuften, um einen Rollstuhl die Treppe hochzuwuchten. „Jetzt können wir auch Kurse für Behinderte anbieten.“

Mehr Verletzte versorgen können die Malteser durch ihren Umzug indes nicht. Denn trotz der Platzexplosion von 635 Prozent bleibt die Zahl der ehrenamtlichen Helfer bei knapp 20. Aber auch das könnte sich bald ändern: „Seit zwei Jahren haben wir eine Jugendgruppe – und die hat jetzt ihren eigenen Raum“, ist Gruppenleiterin Miriam Gerdes froh. Das Nachwuchsproblem der Hilfsorganisation könnte also bald der Vergangenheit angehören.



 
 

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