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Helfende Hände
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"Helfende Hände statt fliegender Fäuste" - so lautet das Motto der rund zwölf Teilnehmer des ersten Schulsanitätsdienstes des Walburgisgymnasiums.
Menden. Geschickt legt Nils Sammler den Verband an, während Nils Severmann die
Hauptschlagader abdrückt. Patientin Alexandra zuckt nicht mit den Augenbrauen. Tapfer hält sie den
Arm hoch und wird bestens versorgt. „ Das ist prima gelaufen“, lobten Jens Normann und Schulleiterin
Sr. Maria Thoma Dikow. Normann hat ein wachsames Auge auf die angehenden Schulsanitäter des
Walburgisgymnasium. Denn die lernen zurzeit die Grundbegriffe der Ersten Hilfe.
Normann ist der Stadtbeauftragter und auch Ausbilder beim Malteser Hilfsdienst Menden. Insgesamt 10
Schüler haben sich gemeldet, die den Schulsanitätsdienst übernehmen möchten. Unter dem Motto
Helfende Hände statt fliegender Fäuste wird erstmals an dem Walburgisgymnasium ein derartige
Erstversorgung eingerichtet. „Unsere Ausbildung ist altersgerecht konzipiert und zielgruppengerecht auf
die Interessen und Bedürfnisse der jeweiligen Altersstufen ausgerichtet“, erklärt Normann. Dazu
gehörten das richtige Anlegen eines Verbandes, lebensrettende Maßnahmen wie die stabile Seitenlage
oder Herz-Druck-Massagen, aber vor allem das Erkennen des Notfalls, um richtig entscheiden zu
können, was zu tun ist. Die gesamte Ausbildung dauert rund 40 Unterrichtseinheiten, die bis zum
Schuljahresende absolviert sein werden.
Rund 1,3 Millionen Notfälle passieren jährlich an deutschen Schulen. Zurzeit begleiten die Malteser
bereits über 300 Schulsanitätsdienste in ganz Deutschland. Bis Ende 2010, so das erklärte Ziel, sollen
100 weitere Malteser Schulsanitätsdienste hinzu kommen und die bestehenden Schulsanitätsdienste
ausgebaut und verbessert werden.
Denn der Schulsanitätsdienst bildet ein spannendes, vielseitiges Aufgabenfeld, das gut zum Auftrag, zur
Tradition und zur Ausrichtung des Malteser Hilfsdienstes passt.
Sie arbeiten hierbei mit den Schulen eng zusammen und stimmen sich in allen wichtigen Punkten ab.
Die Malteser gründen auf einer Jahrhunderte alten Tradition und dem Leitsatz des Malteserordens:
„Tuitio fidei et obsequium pauperum - Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“. Der
Schulsanitätsdienst liefert somit einen wichtigen Beitrag zur Werteentwicklung junger Menschen. Für
die Mitwirkung am Schulsanitätsdienst ist die Mitgliedschaft im Malteser Hilfsdienst nicht erforderlich.
ür weitere Informationen zu den Diensten der Maltesern steht Jens Normann unter
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zu Verfügung.
<Artikel in der Westfalenpost, 748 kB>
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